
See Ökosystem
Landschaftstyp
See
Definition:
Der See gehört zu den aquatischen Ökosystemen. Erst, wenn ein stilles Gewässer so tief ist, dass sich im Boden wurzelnde Pflanzen auf den Uferbereich beschränkt sind, gilt es als See.
Wie alle Ökosysteme besteht das Ökosystem aus einer Biozönose und einem Biotop.
Aufteilung:
Horizontale Aufteilung:
Die Nährschicht ist das durchlichtete Oberflächenwasser. Durch das Sonnenlicht ist Photosynthese möglich. Es entsteht mehr Sauerstoff, als verbraucht wird. Die Kompensationsebene bildet die Trennung zwischen der Nährschicht und der Zehrschicht. Die Zehrschicht ist das Tiefenwasser des Sees, es ist beinahe lichtlos, wodurch keine Photosynthese möglich ist. Die Bodenzone wird in zwei Zonen aufgeteilt. Die Uferzone ist der durchlichtete Teil. Die Tiefbodenzone ist der Teil der Bodenzone, welcher lichtlos ist.
Vertikale Aufteilung:
Die Uferzone kann in fünf vertikale Zonen unterteilt werden. Der Bruchwaldgürtel befindet sich am Rande des Sees. Der Röhrichtgürtel ist die erste Zone, welche direkten Kontakt zum See hat. Dort befinden sich diverse Uferpflanzen und Seevögel. In windstillen Bereichen des Sees breitet sich der Schwimmblattgürtel bis hin zu einer Wassertiefe von ungefähr vier Metern aus. Die Pflanzen des Tauchblattgürtels befinden sich zu grössten Teilen unter Wasser. In der Tiefalgenzone befinden sich hauptsächlich Algen und Fische.
Abiotische Faktoren:
Die unbelebten Bestandteile des See ändern sich in den verschiedenen Zonen. Das Sonnenlicht befindet sich nur an der Oberfläche. Dadurch ist das Oberflächenwasser sauerstoffreich und die unteren Schichten des Sees sauerstoffarm. Die Nährstoffe werden von den Pflanzen verbraucht um Photosynthese zu betreiben. Das führt dazu, dass die oberen Schichten nährstoffarm und die unteren Schichten nährstoffreich sind. Die Durchschnittstemperatur am Grund eines Sees liegt bei ungefähr 4°C, da das Wasser bei dieser Temperatur die höchste Dichte aufweist und somit auf den Grund sinkt.
Jahreszeiten:
Die Temperatur des Sees ist abhängig von den Jahreszeiten. Während der Sommer- und der Witerstagnation sinkt das Wasser mit ungefähr 4°C auf den Boden. Die Seeoberfläche wird im Sommer auf ungefähr 20°C erwärmt, bzw. bildet sich im Winter eine Eisschicht. Es gibt keine Durchmischung des Sees, die Temperaturunterschiede zwischen Oberfläche und Grund sind gross. Während der Vollzirkulation im Frühjahr und Herbst vermischen sich die Wasserschichten.
Haubentaucher (Podiceps cristatus)
- Der Haubentaucher gehört zur Familie der Entenvögel.
- Er ernährt sich hauptsächlich von Insekten, Würmern, Krebstieren und Fischlaich.
- Der Haubentaucher legt in der Regel 5-8 Eier in ein Nest, das er auf dem Boden aus Schilf und Gras baut.
- Der Haubentaucher ist ein ausgezeichneter Taucher und kann bis zu einer Minute unter Wasser bleiben.
- Im Durchschnitt leben Haubentaucher etwa 10-15 Jahre in freier Wildbahn.
- Er ist in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet und kommt in Sümpfen, Mooren und Teichen vor.

Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis)
- Der Zwergtaucher gehört zur Familie der Lappentaucher.
- Er ernährt sich hauptsächlich von Pflanzensamen, Insekten, Würmern und Krebstieren.
- Der Zwergtaucher legt in der Regel 6-9 Eier in ein Nest, das er auf dem Boden aus Schilf und Gras baut.
- Der Zwergtaucher ist ein guter Taucher und kann bis zu eine Minute unter Wasser bleiben.
- Im Durchschnitt leben Zwergtaucher etwa 5-10 Jahre in freier Wildbahn.
- Er kommt in Europa, Asien und Nordamerika vor und bevorzugt saisonal überschwemmte Feuchtgebiete und Seen.

Blässhuhn (Fulica atra)
- Der Blässhuhn gehört zur Familie der Rallen.
- Er ernährt sich hauptsächlich von Pflanzensamen, Insekten, Würmern und Krebstieren.
- Der Blässhuhn legt in der Regel 6-9 Eier in ein Nest, das er auf dem Boden aus Schilf und Gras baut.
- Der Blässhuhn ist ein guter Schwimmer und Taucher und kann bis zu eine Minute unter Wasser bleiben.
- In freier Wildbahn leben Blässhühner durchschnittlich 5-8 Jahre, jedoch gibt es auch Berichte über Individuen die bis zu 15 Jahre alt werden.
- Er kommt in Europa, Asien und Nordafrika vor und bevorzugt saisonal überschwemmte Feuchtgebiete und Seen.
